Bericht Trainingslager in Stuttgart

Sonntag 9. April

Am Sonntag ging die Reise mit 2 Bussen los. Die Jungs waren voller Vorfreude und beschallten den Coach von Anfang an mit furchtbarem Gangster Rap. Die Fahrt ins Schwabenland verlief problemlos. Nach kurzer Zeit merkte man die Müdigkeit den Jungs an und es wurde ruhiger in den Bussen. Kurz nach 13 Uhr kamen wir bei der Unterkunft an. Grosse Polizeipräsenz überall, aber natürlich nicht wegen uns. Das Derby in der 2. Bundesliga zwischen dem VFB Stuttgart und dem Karlsruher SC fand vor 60’000 Fans statt. Leider hatten wir keine Chance auf Tickets. Der VFB gewann 2:0 und somit war die Stimmung den ganzen Sonntag in Stuttgart ausgelassen.

Leider waren zwei Zimmer noch nicht bereit, die anderen konnten ihr Gepäck auf die Zimmer bringen und sich kurz ausruhen, danach ging es ins 13 Kilometer entfernte Weinstadt, wo wir Lasertag spielten. Nach einer kurzen Einweisung ging es in zwei Teams los. Man musste die gegnerische Base angreifen und gleichzeitig möglichst viele Gegner treffen. Insgesamt drei Runden konnten wir spielen. Jeder Spieler bekam einen Prominamen oder einen Fantasienamen. Dabei kristallisierte sich schnell eine gewisse Schwäche bei Miley Cirus alias Capitano Lars heraus, der in allen drei Runden einen der hinteren Plätze belegte. Markus dagegen gab Vollgas und schwitze sich sein T-Shirt nass. Kein Wunder gewann sein Team alle drei Runden, wobei Bleron die höchste Punktzahl am gesamten Nachmittag erreichte.

Dann ging es schon zurück zum Nachtessen in die Unterkunft, welches aber nicht überzeugen konnte, weil sowohl das Chili wie auch der Reis nicht heiss sondern eher kalt serviert wurde. Ein paar Spieler zog es dann ans Konzert von KC Rebell in die Porsche Arena, der Rest spielte Billard in der Hotellobby oder ging ins Zentrum von
Canstatt.

Richtig spät wurde es nicht, weil die Anstrengung der Anreise einigen Spielern anzusehen war.

Montag 10. April

Man traf sich um 8:30 zum Morgenessen, ein Termin bei dem alle pünktlich erschienen. Das Morgenessen war okay für eine solche Jugendunterkunft. Am Morgen fand dann die erste Trainingseinheit statt. Der Kunstrasen befindet sich gleich bei der Mercedes Arena des VFB, eine eindrückliche Kulisse. Das Gelände gehört dem VFL Stuttgart (nicht VFB), es hatte zwei Kunstrasen, wobei der Hauptplatz von einem Jugendcamp des VFB Stuttgart benutzt wurde. Dazwischen waren drei Beachvolleyball Felder. Dort trainierten erfolgreiche Volleyballerinnen von Deutschland welche auch in Rio waren. Für die Konzentration einiger Jungs war das – sagen wir es mal so – suboptimal.

Die 22 Spieler wurden in 2 Gruppen geteilt, die eine Hälfte übte das Pressing, die andere Pass- und Torschuss bei Markus. Das Mittagessen war wie schon im Voraus gewusst nicht üppig.

Danach gab es eine Teamsitzung mit klaren Worten was die Einstellung einige Spieler angeht, aber auch über Teamgeist wurde diskutiert. Aufgelockert wurde das ganze durch Teamspiele und ein Fussballquiz. Dabei gewann das Team um Dani den Hauptpreis. Danach war bis um 16:00 Freizeit. Shopping in Canstatt stand bei den meisten auf dem Programm. Für den Lacher des Tages sorgte unser Ghetto-Rap Quartett die jetzt auch wissen das Schwarzfahren 60 Euro kostet…

Canstatt ist ein Stadteil von Stuttgart, der neben dem Stadion, dem Mercedes Hauptsitz auch der Wasen angehört wo jeweils ein grosses Frühlingsfest stattfindet. Auch in Sachen Läden bietet es fast alles was das Herz begehrt, so das jeder auf seine Kosten kam.

Um 16:00 gab es bereits ein Nachtessen, weil danach das erste Spiel auf dem Programm stand. (Güney musste krankheitshalber absagen.) Leider war das Essen nicht bereit und wieder konnte es nicht überzeugen weil es eher ein Brei als gut gekocht war. Danach ging es zum ersten Testspiel nach Echterdingen.

Echterdingen ist in der Nähe des Flughafens, so kamen die Spieler auch noch in den Genuss einiger startender Flugzeuge. Der dort ansässige TV Echterdingen verfügt über eine schöne Anlage.

 

Leider ging das Spiel mit 5:9 verloren. (siehe Spielberichte).

 

 

 

Der Abend wurde individuell beendet, die meisten liessen es in der Hotellobby ausklingen. Leider ging es Güney immer schlechter und so musste man in ins Spital bringen. Er bekam Medikamente und musste das Trainingslager leider abbrechen, er wurde am Dienstag abgeholt.

Dienstag 11. April

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Trainings. Am Morgen fanden wieder die gleichen Trainings statt, allerdings mit den anderen Gruppen. Nachmittags wurden dann Standardsituationen einstudiert. Da erhoffen wir uns doch einiges in den verbleibenden Spielen. Abends war dann ein freiwilliger Anlass geplant, dem dann auch 10 Jungs folgten.

In einem coolen Lokal (Palm Beach) beim Stadion konnte man die beiden Spiele der Champions League schauen. Aus schon bekannten Gründen (Anschlag auf den Bus von Dortmund) fand nur das Spiel Juventus – Barcelona (3:0) statt.

Es wurde ein gemütlicher Abend und auch der längste, denn man hatte am Nachmittag beschlossen, das geplante Training am Mittwoch Morgen ausfallen zu lassen, da einige Spieler doch Mühe mit der Konzentration bekundeten.

So blieb man doch noch einige Zeit im Aufenthaltsraum und hatte einiges zu Lachen.

 

Mittwoch 12. April

Es war der Freizeit Tag für die Jungs. Einige zog es in die Sprungbude, einer Trampolinhalle, einige waren in der Innenstadt von Stuttgart, andere machten Bekanntschaften mit ansässigen weiblichen Geschöpfen. Die beiden Coaches zog es in die Innenstadt von Stuttgart, sie verzichteten dabei auf allfällige Bekanntschaften mit Kontrolleuren und bezahlten 2.60 statt 60 Euro…

Der Hauptbahnhof war schon eindrücklich mit seinen grossen Hallen.  Die Hauptgasse ist die Königsgasse mit ungefähr 215 O2, Debitel oder Telekom Läden. Und zwar nicht mit je einem Laden sondern mit 10 bis 12 Lokalen pro Anbieter…

Ansonsten ist das Gebiet eine grosse Baustelle, bis 2021 folgt ein riesiger Umbau für den öffentlichen Verkehr.

Danach ging es zurück und bereits um 17:00 Uhr assen wir zu Abend, da wir dann ja das Spiel gegen den VFL Stuttgart spielten. Es wurde ein denkwürdiger Abend mit 3 roten und 5 gelben Karten und einem echten Comedian als Schiedsrichter, anders lässt sich dessen Leistung nicht erklären. Ein gewisser Herr Y.M. aus dem Nachwuchsteam brachte es fertig, das er nach seiner Einwechslung innert 6 Minuten zuerst ein Tor schoss und dann die rote Karte holte.

Der Playboy unserer Runde brachte es übrigens fertig das 2 Mädchen aus der Sprungbude vom Nachmittag unser Spiel schauen gekommen sind. Dumm nur, dass sie plötzlich auf der anderen Spielerbank sassen. Aber du bist ja noch jung, gäu NH7.

Am Mittwoch nach dem Spiel war dann der Champions League Abend in der Palm Beach Bar obligatorisch, was einigen Aufreissern nicht passte, da sie ihre Bekanntschaften nicht mehr trafen. Ausgerechnet diese waren es dann, die unbedingt länger bleiben wollten. Der Abend war dann gelungen, gut für die Herren Bleron und Raif vielleicht weniger aufgrund des Resultates. Dafür war NH7 wieder glücklich.

Donnerstag 13. April

Auch der Abreisetag sollte noch so einiges an Erlebnissen bringen. Einige verzichteten auf das Frühstück und wollten vielleicht noch eine letzte Dusche in der Luxuskabine nehmen. Im Ernst, das Ding nervte wohl alle Spieler und Trainer gleichmässig. Duschen mit Druckknopf müssen ja nicht schlecht sein, aber wenn das Wasser dann alle 10 Sekunden aufhört dann könnte man laut schreien, zumal dann jedesmal zuerst ein so heisser Schwall über den Kopf sprudelte, das man das Gefühl hatte, man dusche unter Lava.

Da die Zimmer im Gegensatz zum letztjährigen Lager in Kempten, diesmal nicht wie die Räume von RTL2 -Messies aussahen, ging das Auschecken rasch von statten. Die Rückreise verlief bis Schaffhausen problemlos, als plötzlich der SCI-Bus nicht mehr im Rückspiegel war. Eine Panne war der Grund und diejenigen Spieler welche im Bus waren dürften nicht gerade gejubelt haben. Die Miene änderte sich erst, als der Ersatzbus eingetroffen war. Ledersitze, Holzboden, breite Sitze…die Jungs bekamen einen Luxusbus. Da der andere Bus natürlich viel früher zurück war, konnten wir uns nicht voneinander verabschieden. Trotzdem schafften es alle vor 18:00 gesund nach Zollikofen zurück.

Es war erneut ein gelungener Anlass mit dem klaren Ziel den Teamgeist zu stärken. Ob dies gelungen ist, muss sich noch zeigen, aber man darf optimistisch sein. Natürlich gäbe es noch viele Anektoten, aber gewisse Sachen bleiben in Stuttgart und gehören nicht hier hinein. Aber Horrorgeschichten von ausufernden Trainingslagern erlebten wir auch diesmal nicht und dafür gebührt den Jungs ein riesengrosses Lob!

Ein supergrosses Dankeschön an Markus Wymann für seine Unterstützung!

Start a Conversation

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.