Herbstrunde – Ein Rückblick

Beste Offensive, beste Defensive, bestes Heimteam, bestes Auswärtsteam, in der ersten Halbzeit nur 2 Gegentore (davon ein unberechtigter Penalty), vom Anfang bis zum Schluss Leader, ungeschlagen in Meisterschaft und Cup. Das sind beeindruckende Daten einer fantastischen Herbstrunde der B-Junioren, die im Aufstieg in die Promotion gipfelte. Bis zum Schluss musste man seine Spiele gewinnen, weil sich der FC Aarberg als hartnäckiger Gegner entpuppte. Dabei wurde es dem Team Grauholz nicht einfach gemacht. Der FC Bern und Délemont versuchten es mit etlichen Coca Cola League Spieler, das Team Müntschemier hatte erst in den letzten Spielen seine stärksten Spieler.

Die Hinrunde startete optimal, mit Siegen gegen Schüpfen und Azzurri Biel. Im dritten Spiel gegen den späteren Absteiger gelang sogar ein 9:1 Kantersieg. Danach kam das schon jetzt legendäre Spiel im Jura gegen Courrendlin, wo man bei tropischer Hitze und einem Platz, der uns überhaupt nicht entgegenkam ein 3:3 erkämpfte. Schon mit nur 13 Spielern angereist, musste man einen Angeschlagenen nach dem anderen beklagen, so das am Schluss noch 8 wirklich gesunde Spieler auf dem Platz standen. Es war eine Willensleistung und in der Nachbetrachtung ein extrem wichtiger Punkt.

Dazwischen hatte man noch 2 Cupspiele, die wir ja mit den Jahrgängen 00 des Nachwuchsteam bestreiten. In der ersten Runde hatten wir mit dem Leader der Promotion das schwerst mögliche Los (Coca Cola League Mannschaften steigen erst in Runde 2 ein). Das Team Unter Emmental wurde dank einer fast perfekten zweiten Halbzeit mit 4:1 bezwungen. In der 2. Runde traf man auf den SC Jegenstorf, eine sehr starke Mannschaft aus der 2. Stärkeklasse, die in der Meisterschaft allerdings vielfach auf die besten Spieler verzichten muss, weil diese bei den Aktiven zum Einsatz kommen. Nach einem 1:2 Rückstand gewann man am Schluss klar mit 6:2.

Die Auslosung zur dritten Runde bescherte uns ausgerechnet den FC Aarberg, so das wir gleich 2mal hintereinander gegen die Seeländer antreten mussten. In einem spannenden Spiel gewann man in der Meisterschaft im Exil in Ittigen knapp mit 2:1. Es war ein hochintensiver, mit hohem Tempo geführter Spitzenkampf. Der FC Aarberg sinnte zuhause im Cup auf Rache, aber mit den besten Spielern war die Sache diesmal klarer. 4:2 gewann man und zog damit in den 1/4 Final ein, wo man im März auf das Team Untere Emme treffen wird.

Das harte Programm ging weiter. Als nächstes stand das Spiel gegen den FC Bern an. Wieso das Team mit 6 Coca Cola League Spielern antrat, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber es kamen auch in vielen anderen Spielen längst nicht alle Spieler auf der Ersatzbank zum Einsatz. Wir reden hier von einer Bb Mannschaft. Ein Armutszeugnis. Trotzdem war man im Neufeld mehr als ebenbürtig und holte hochverdient einen Punkt.

Jetzt war klar: Gewinnen wir die vier letzten Spiele würden wir aufsteigen. Müntschemier konnte mit 3:0 bezwungen werden, nun kam man dem grossen Ziel näher. Wobei: Das Saisonziel war eigentlich ein Rang unter den ersten 3. Noch einmal musste man in den Jura, zum SR Délemont. Die Jurassier verstärkten sich zum ersten Mal in der ganzen Saison mit Coca Cola League Spielern. Trotzdem war man lange nicht auf der Höhe. Nach 70 Minuten stand es aus der Sicht des Team Grauholz 0:2. Die Aufstiegsträume schienen dahin zu fliegen. Doch dann zeigte die Mannschaft eine schier unfassbare Moral. Am Schluss siegte man 4:2.

Der FC Porrentruy war dann im letzten Heimspiel chancenlos. Mit dem 9:0 Sieg war man weiter auf Promotions-Kurs. Es nahte das Finale in Täuffelen. Der Gastgeber hätte mit einem Sieg den Abstieg noch verhindern können, dementsprechend war Zunder in der Partie. Nach zähen 30 Minuten setzte man einen Zacken zu. Das 7:4 (2 Tore fielen in den Schlussminuten als man schon am feiern war) bedeutete den Aufstieg. Die Erleichterung war riesig, der Jubel dementsprechend gross.

Dieser Aufstieg ist wirklich eine kleine Sensation, da ja 9 Spieler mit Jahrgang 00 im Nachwuchsteam spielen. Natürlich konnte man auch auf diese Spieler zurückgreifen. Der Dank geht deshalb natürlich auch an diese Spieler und die beiden Trainer.

Aber es wäre zu einfach den Aufstieg auf diese Spieler zu reduzieren. Ganz hinten hielt Yanick den Laden dicht, hielt uns oft im Spiel und hatte grossen Anteil am Aufstieg. Die Defensive um Abwehrchef Fredrik (der sich in jedem Match die Note Sehr Gut verdiente) hat sich Spiel um Spiel gesteigert. Die Konkurrenz in der Verteidigung ist gross, aber es ist als Trainer grossartig, wenn man einen Ausfall ohne Qualitätsverlust kompensieren kann.

Im Mittelfeld wurden die Fäden gezogen. Captain Lars war als Antreiber und Kampfschwein die zentrale Figur. Daneben sorgen Dani oder Stefan für Kreativität. Auf den Flügeln ist man mit Bleron und Topskorer Ruben stark besetzt. Dazu kommt noch Rakete Anthony der nach langer Verletzung in den letzten beiden Spielen 4 Tore erzielte. Der Sturm ist das einzige Sorgenkind. Dies nicht etwa, weil man mit der Leistung oder dem Einsatzwillen unzufrieden sein müsste. Jenovie entschied sich vier Spiele vor Schluss für ein Probetraining beim FC Solothurn, er wurde nicht mehr eingesetzt. Blieb noch Adhurim, der immer wieder ganz starke Szenen hatte, aber im Abschluss nicht immer reüssierte. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt.

Mit Nikolaj Endrich kommt in der Rückrunde ein Stürmer zu uns. Er traf bereits im ersten Vorbereitungsspiel.

Jetzt gilt es erstmals durchzuatmen. Bereits stehen 2 Hallenturniere und etliche Testspiele fest. Dazu kommt noch das geplante Trainingslager in Stuttgart. Man darf gespannt sein, zu welchen Leistungen man in der Promotion fähig ist. Ohne grosse Absenzen dürfte man aber eine gute Rolle spielen. Und dann ist da ja auch noch der Cup 1/4 Finale, wo man als Aussenseiter antreten wird.

Jungs es macht grossen Spass mit euch, bleibt weiter so motiviert und wir werden noch einige Erfolge feiern können.

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