Was wäre wenn?

Nach der fantastischen Herbstrunde die ihm Aufstieg in die Promotion gipfelte, setzte man sich zuerst kleinere Ziele. Der Ligaerhalt sollte es dann aber schon sein. Leider starteten wir mit nur 17 Jungs in die Rückrunde, schnell war aufgrund Absenzen klar, das es sogar nur 15 waren, auf die man zählen konnte. Das ist natürlich viel zu knapp, da aber die Situation im Bb noch schlimmer war konnten wir nicht aufstocken. Dank der Hilfe vom Nachwuchs konnten wir die Saison problemlos über die Bühne bringen, ja es war sogar so, das wir etlichen Teams im Verlauf der Saison aushalfen.

Nach einem starken Auftritt gegen Goldstern verloren wir in Ostermundigen sang und klanglos 0:5. Da kam das Trainingslager in Stuttgart gerade recht. Hier konnte frische Kraft getankt werden und an Details gefeilt werden. Das erste Spiel nach Stuttgart gegen den späteren Aufsteiger Worb war zugleich das beste der ganzen Saison. Gleich mit 6:0 gewann man gegen den SCW.

Es folgten ein 3:3 in einem denkwürdigen Spiel gegen den anderen Aufsteiger BeO Ost, sowie zwei Heimsiege gegen Belp und Oberaargau. Tja und dann war man plötzlich mitten drin im Aufstiegsrennen in die Coca Cola League. Der Ligaerhalt war bereits Tatsache und so konnte man mit viel Selbstvertrauen auswärts zum Spitzenkampf gegen das Team Chiesetau antreten. Leider verloren wir das hartumkämpfte Spiel knapp mit 1:2. Somit musste man auf Ausrutscher von BeO Ost, Worb oder Chiesetau hoffen und seine eigenen Spiele gewinnen.

Das Team Grauholz löste seine Aufgabe zunächst und gewann in Reichenbach 6:3. Nach einem 3:4 gegen Tavannes (die erste Heimniederlage nach 13 Siegen in Folge) war der Traum endgültig ausgeträumt. Das Spiel in Dürrenast zum Abschluss misslang dann völlig. So blieb am Schluss Rang 5. Dies ist sicher als Aufsteiger ein respektables Resultat. Trotzdem bleibt so ein Gefühl: Was wäre gewesen wenn…

1. Der Spielplan

Schaut man sich die Resultate von Ostermundigen und Dürrenast an, gibt es nur eine Erkenntnis. Hätte man Dürrenast zu Beginn der Saison gehabt und Ostermundigen am Schluss gehabt, wären garantiert 6 Punkte mehr auf dem Konto.

2. Die Schiedsrichter

Zwei nicht gegebene Tore in den Spitzenkämpfen gegen BeO Ost und Chiesetau waren nur der Gipfel von zum Teil klaren Fehlentscheiden. Leider kippte das Glück in dieser Beziehung zu wenig auf unsere Seite. Von wegen es gleicht sich alles aus. Einzig ein Offside Tor in Reichenbach kann auf unserer Plus-Seite vermerkt werden.

3. Disziplin

Im Grossen und Ganzen ist das Team absolut intakt, aber es ist auch ein Fakt, dass uns eine gewisse Ernsthaftigkeit in den entscheidenden Momenten fehlte. So waren die Trainings nicht immer gut besucht, die fehlende Seriösität fehlte. Habe ich einen Spitzenkampf, kann es einfach nicht sein, das man am Morgen um 4:00 noch im Whats App aktiv ist und um 11:00 komme ich ohne etwas gegessen zu haben an die Besammlung. Hier liegt das grösste Steigerungspotential der Mannschaft. Ein Teil der Mannschaft muss jetzt lernen, das dies ein Teamsport ist und man seinen Egoismus am besten zuhause lässt.

Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren wird das Team nun zur Hälfte auseinandergerissen. 7 Spieler wechseln ins Nachwuchsteam, drei wechseln den Verein und der Rest spielt weiter im B.

Ich bin absolut überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren den einen oder anderen Spieler in der ersten Mannschaft sehen werden. Das Potential haben sie.

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